Somaliland wiederum sucht internationale Anerkennung und wirtschaftliche Entwicklung. Beide Seiten haben also Interessen.
Doch anstatt nüchtern über Chancen zu reden, wird sofort moralische Empörung inszeniert.
Man muss Israel nicht in allem zustimmen, um zu erkennen, wie selektiv die internationale Politik hier funktioniert. Wenn Großmächte Grenzen neu ziehen oder Staaten anerkennen, gilt das oft als „realpolitisch“. Tut es jedoch ein kleiner afrikanischer Staat außerhalb der etablierten Machtstrukturen, wird plötzlich von „Destabilisierung“ gesprochen.