An dieser Stelle beginnt allerdings das Reich der Vermutungen.
Es gibt derzeit keine öffentlich bekannten Belege dafür, dass die aktuelle Aufmerksamkeit für die RCP8.5-Kritik gezielt organisiert oder sogar “durchgestochen” wurde.
Dennoch erscheint der Zeitpunkt bemerkenswert.
Ausgerechnet in dem Moment, in dem die Trump-Regierung versucht, die rechtliche Grundlage der amerikanischen Klimapolitik anzugreifen, gewinnt eine Debatte an Sichtbarkeit, die augezeigt, dass zentrale Annahmen der Klimapolitik überzeichnet gewesen sind.
Das muss keine koordinierte Aktion sein.
Es könnte ebenso gut sein, dass politische Akteure lediglich eine bereits vorhandene wissenschaftliche Diskussion aufgreifen, weil sie hervorragend zur eigenen Argumentation passt.
In der Politik genügt oft schon das.