Ergänzend ist festzuhalten, dass die republikanische Mehrheit im Senat bereits unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen als relativ robust verteidigungsfähig einzuschätzen ist. Eine erfolgreiche Verabschiedung des Save America Act würde diese Position zusätzlich festigen und zugleich die Debatte um Wahlrechtsreformen nachhaltig prägen. Sollten bis zu den Midterms im November 2026 weitere detaillierte Enthüllungen, nachweisbare Unregelmäßigkeiten oder strafrechtliche Ermittlungen folgen, könnte dies die strategische Position der Republikaner erheblich stärken. In einem solchen Fall wäre eine Verteidigung – und unter günstigen Bedingungen sogar eine Ausweitung – der Mehrheit im Repräsentantenhaus keineswegs ausgeschlossen. Dies wäre ein mehr als bemerkenswertes politisches Ergebnis. Die Demokraten haben nun nach ihrem großen strategischen Fehler, nämlich viel zu lange an Joe Biden festgehalten und keine einzige mehrheitsfähige Führungspersönlichkeit aufgebaut zu haben, nur mehr wenige Wochen Zeit, eine geeignete Antwort auf die heutige Rede und die freigegebenen Dokumente zu finden, um ein weiteres Debakel im November zu vermeiden. Ihr bisher mantrahaft vorgetragenes Narrativ, dass alle Vorwürfe zu Unregelmäßigkeiten bei Wahlen nur eine Verschwörungstheorie wäre, wird hierfür nicht ausreichen.