Damit ergibt sich ein bemerkenswertes Bild.
Russland:
● neue bzw. erweiterte nukleare Einsatzdoktrin,
● niedrigere Schwelle für einen möglichen Einsatz von Atomwaffen,
● Einbeziehung von Angriffen durch Nicht-Atommächte mit Unterstützung von Atommächten,
● stärkere Betonung der Bedrohung durch militärische Bündnisse,
● neue strategische Unterwasserwaffen,
● Khabarowsk als spezieller Poseidon-Träger.
NATO:
● Ausbau der maritimen Überwachung,
● intensive U-Boot-Abwehrübungen,
● Einsatz moderner P-8A-Aufklärungsflugzeuge,
● verstärkte Aufmerksamkeit für den Nordatlantik und die nordeuropäischen Seegebiete.
Man sollte daraus nicht schließen, dass unmittelbar ein Atomkrieg bevorsteht.
Dafür gibt es keinerlei belastbaren Beleg.
Aber es wäre ebenso falsch, die Entwicklungen völlig voneinander getrennt zu betrachten.
Denn strategische Abschreckung besteht gerade aus solchen Wechselwirkungen.