Besonders kritisch erscheint vielen Beobachtern das Verfahren selbst. Die Abstimmung soll ausgerechnet am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause stattfinden. Ob dies bewusst geschieht, um die Hürde für eine Ablehnung zu erhöhen, lässt sich nicht beweisen. Dennoch drängt sich der Eindruck auf, dass der Zeitpunkt politisch äußerst günstig gewählt wurde. Denn in der zweiten Lesung genügt es nicht, wenn eine Mehrheit gegen den Vorschlag stimmt, erforderlich ist eine absolute Mehrheit aller Mitglieder des Europäischen Parlaments. Wer nicht anwesend ist, stimmt faktisch nicht dagegen.