Denn bevor eine politische Gemeinschaft größer wird, sollte sie sich vergewissern, dass sie in ihrer bestehenden Form überhaupt funktionsfähig ist.
Bereits heute wirken viele europäische Entscheidungsprozesse schwerfällig. Bei Migration, Energiepolitik, Außenpolitik oder Haushaltsfragen fällt es den Mitgliedstaaten oft schwer, gemeinsame Linien zu finden. Nationale Interessen prallen aufeinander, Vetodrohungen gehören längst zum politischen Alltag. Die Vorstellung, dass dieselben Strukturen mit einer deutlich größeren Zahl von Mitgliedern plötzlich effizienter arbeiten würden, verlangt ein gewisses Maß an Optimismus.