Viele Analysten sprechen inzwischen offen von einer „multipolaren Welt“.
Damit ist gemeint:
Die Zeit einer allein dominierenden Supermacht, also der USA, könnte langsam enden. Stattdessen entstehen mehrere Machtzentren:
- USA,
- China,
- Russland,
- Indien,
- regionale Bündnisse im Nahen Osten und Asien.
Genau dieses Bild versuchen Xi und Putin nun öffentlich zu stärken.
Beide sprechen regelmäßig davon, den „westlichen Einfluss“ zurückzudrängen und internationale Institutionen neu zu ordnen.
Doch hinter den großen Worten steckt auch Misstrauen.
China weiß, dass Russland wirtschaftlich geschwächt ist. Russland wiederum dürfte genau beobachten, wie abhängig es inzwischen von Peking geworden ist.
Die Partnerschaft wirkt stark — aber sie ist nicht vollkommen gleichberechtigt.